Wildtiere - Tierschutzverein Kreuzlingen


Wildtiere auf der Strasse


8'000 tote Rehe, mehrerer 10'000 tote Füchse, Marder, Igel und weit mehr als 100'000 tote Amphibien jedes Jahr auf Schweizer Strassen. Autoschäden von 18.5 Millionen Franken, 125 verletzte Personen, eine getötet.
In den frühen Morgenstunden und beim Einnachten ist die Gefahr einer Kollision besonders gross. Zu dieser Zeit sind viele Wildtiere unterwegs und für die FahrzeuglenkerInnen ist die Sicht eingeschränkt.
In der Nacht bleiben Tiere oft vom Scheinwerfer geblendet, mitten auf der Strasse stehen.
Amphibien und Reptilien nutzen warme Strassen zum Wandern. (nicht selten liegen auch Hauskatzen abends auf dem noch warmen Asphalt.)
Tödliches Naschen in der Dunkelheit. Gerne lecken Rehe im Winter Salzreste am Strassenrand.

Rehe sind vor allem beim Eindunkeln und nachts unterwegs, meist als Paar oder Mütter mit Jungtieren - Vorsicht: Dem ersten Reh folgt meist ein zweites oder drittes!

Füchse sind auch im Wohngebiet unterwegs, Jungfüchse sind unerfahren und besonders gefährdet.

Greifvögel fressen überfahrene Kleintiere, die auf der Strasse liegen.

Amphibien lieben feucht-warmes Frühlingswetter und warme Gewitterregen im Sommer für ihre Strassenüberquerungen.

Hunde und Katzen rennen oft unerwartet auf die Strasse besonders in Siedlungsnähe.

Und wenns trotzdem kracht?

Auch den aufmerksamsten FahrzeuglenkerInnen kann ein Unfall passieren. Tiere rennen oft direkt auf die Strasse.

  1. Warnblinker einschalten und anhalten
     
  2. Unfallstelle sichern (Pannendreieck)
     
  3. Tel. 117 - Polizei, Wildhüter, Besitzer oder Tierarzt benachrichtigen
     
  4. Sich einem Wildtier auf keinen Fall nähern!
    Wichtig ist, nicht selber versuchen, einem verletzten Tier zu helfen.
    Das gilt besonders bei Wildtieren.
     
  5. Auf Polizei, Wildhüter, Besitzer oder Tierarzt warten

Unfälle zu melden ist Pflicht!
Bei einem Unfall mit einem Tier ist gemäss Gesetz unverzüglich der Besitzer oder die Polizei zu benachrichtigen. Eine Busse bleibt in der Regel aus. Wer die Meldung hingegen unterlässt, macht sich strafbar. Auch geflüchtete Tiere können schwer verletzt irgendwo in Deckung tagelang leiden und qualvoll eingehen. Nur wenn Kollisionen unverzüglich gemeldet werden, können die Tiere gesucht, entsprechend ihrem Zustand professionell versorgt und allenfalls erlöst werden.

 

Eine ausführliche Broschüre "Achtung Tiere im Verkehr" erhalten Sie beim:
Schweize Tierschutz STS, Dornacherstrasse 101, Postfach, 4008 Basel

 

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